Magie: Nicht mehr und nicht weniger, Artikel von Victoria Louca

Gastartikel | Magie: Nicht mehr und nicht weniger.

von | 01.08.2018 | 0 Kommentare

Ich stehe vor der Kantine in der Reha-Klinik. Mit einem Ohr höre ich Caro, die ich gerade kennengelernt habe, mit einer anderen Patientin reden. Ich höre nicht alles, schnappe nur Wortfetzen auf. „Wohnzimmer. Emotionen in das Feuer des Kamins werfen. Blockaden lösen. Seelenhaus.“ Ich muss unweigerlich an die Geisterbahn auf dem Oktoberfest denken. Was für ein perfekter Name das wäre: Das Seelenhaus. Innerlich fand ich das ziemlich lustig. Dennoch hatte ich das Gefühl, zu den beiden hingehen zu müssen, um zu erfahren, wovon sie wirklich sprechen. Es kostete mich etwas Überwindung, denn normalerweise stelle ich mich nicht einfach dazu, wenn sich zwei Menschen gerade intensiv unterhalten. Diesmal habe ich es doch gemacht. Zum Glück. Denn in den nächsten Minuten sollte ich von einer Methode erfahren, die es mir ermöglicht hat, mein Leben zu ändern. Es war der erste Schritt, zurück zu dem Weg meiner Herzenswünsche.

Einen Schritt zurück…

Aber machen wir doch noch einen Schritt zurück. Warum war dieser Impuls gerade in diesem Moment so wichtig? Wie einige von euch wissen, habe ich Ende 2016 die Diagnose Brustkrebs bekommen. Als ich dann im Sommer 2017 bei der Reha war, waren die größten Therapie-Bestandteile überstanden. Ich war gerade wieder in meinen alten Job als Ingenieurin eingestiegen. Ich hatte eine neue Stelle, bei der auf den ersten Blick alles passte. So richtig zufrieden war ich aber trotzdem nicht. Irgendetwas rumorte noch in mir. Als ich oben erwähnter Caro sagte, ich würde nach der Reha sofort wieder arbeiten gehen, schaute sie mich liebevoll an und meinte nur: „Bist du dir da wirklich sicher?“. Mein „Ja“ kam zu schnell, um wirklich durchdacht zu sein. Es sollte anders kommen. Die Kombination aus starken Ängsten während des Aufenthalts in der Klinik, zusammen mit dem Buch „Das Café am Rande der Welt“ und dem Entdecken der Seelenhaus-Methode, haben in dieser kurzen Reha-Zeit die Erkenntnis gebracht, dass ich etwas in meinem Leben ändern wollte. Ich wusste nur noch nicht was. Und auch nicht wie. Diese Antworten kamen dann schneller als ich dachte. Kurzum: Dass ich dieses Gespräch mitbekommen habe, war sicher kein Zufall. Meine Seelenhaus-Geschichte begann.

Wie bereits angedeutet, hatte ich mir vor diesen Erfahrungen über viele Sachen einfach keine Gedanken gemacht. Zum Beispiel über Zufälle. Oder darüber, dass wir vielleicht gar nicht alles in unserem Leben so sehr in der Hand haben, wie wir denken. Als ich also am Tag nach dem belauschten Gespräch bei Birgit vom Seelenhaus anrief, war ich ziemlich unsicher. Ich hatte die Internetseite komplett durchgelesen. Vielleicht auch zweimal. Bei der Frage ob ich zuerst einen Einzeltermin oder das Basis-Seminar besuchen sollte, kam nur ein sanftes: „Das wird sich schon so ergeben, wie es für dich richtig ist. Es gibt kein richtig und kein falsch.“ Uff, okay. Eine klare Antwort sah für mich bis dahin anders aus. Inzwischen habe ich verstanden, dass Birgit mir damit die klarste aller Antworten gegeben hat. Aber alles braucht Zeit. In diesem Moment war ich einfach etwas überfordert. Und natürlich hat sich doch alles ergeben.

 

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So habe ich es geschafft Glaubenssätze aufzudecken und Blockaden zu lösen, um meinen ganz eigenen Weg, den Weg meiner Herzenswünsche, zu erkennen und gehen zu können. Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich das gern mit euch teilen möchte.

Zurück in Traunstein

Zurück in Traunstein

Schon bald nach der Reha fand ich mich im beschaulichen Traunstein wieder. Dass ich hier mal lande, hätte ich zwei Monate vorher auch niemandem geglaubt. Ich hatte einen Einzeltermin mit Annika, eine der Seelenhaus-Beraterinnen. Die ganze Zugfahrt habe ich versucht, mir genau zu überlegen, was jetzt in dieser Stunde bearbeitet und gelöst werden sollte. Hätte ich mir sparen können – aber auch das wusste ich noch nicht. Ich war dann total aufgeregt als ich vor der Tür stand. Zum Glück waren Annika und ich uns aber sofort sympathisch und bereits nach 5 Minuten kam es mir so vor, als könnte sie mich komplett lesen. Ganz easy. Ohne Anstrengung. In dem Vorgespräch fanden wir dann ziemlich schnell den Punkt, um den es in diesem ersten Termin gehen sollte. Also „wir fanden ihn“ ist vielleicht etwas Übertrieben. Der Monsterbeitrag lag bei den gezielten Fragen von Annika. Dann ging es auch schon los mit der ersten Besichtigung meines Seelenhauses. Ihr dürft euch das wie eine geführte Meditation vorstellen. Keine Hypnose, keine Hexenkünste, keine Räucherstäbchen. Einfach eine geführte Gedankenreise zum eigenen Innersten. Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon, dass ich nichts sehe. Aber das ist unberechtigt – jeder, der sich dafür entscheidet, sieht auch etwas. Also ging es los.

Was haben wir dann genau gemacht? Was kann die Seelenhaus-Methode? Ich werde euch jetzt meine kurze Version der Antwort auf diese Fragen geben. Zu Beginn macht, man ähnlich wie im Yoga, ein paar Atemübungen und fokussiert sich auf den Herz-Raum. Dann beginnt die Reise. Zu einer bestimmten Fragestellung lässt man sich nun sein Seelenhaus zeigen. Wie dies äußerlich aussieht, sagt schon viel über die eigene innere Welt aus. In dem Haus gibt es Zimmer wie in einem „echten“ Haus: Wohnzimmer, Bad, Küche, Schlafzimmer. Auch ein Dachboden und ein Keller sind da und noch viel mehr. Alle Zimmer stehen für einen bestimmten Bereich in deinem Leben.

Im Herzraum

Bei mir ging es im ersten Termin gleich ins Wohnzimmer. Dies steht für den Herz-Raum, für die Liebe und das Vertrauen – zu mir selbst und zu anderen. In diesem Raum kann man dann unterschiedliche Übungen durchführen, um seine eigenen Glaubens-, Emotions- und Denkmuster zu lösen. Man muss aber nichts selbst machen sondern hat immer ein Helfer an der Seite, der einen unterstützt. Und wenn man es dann geschafft hat, die negative Emotion aufzulösen – ich habe sie beim ersten Termin in das Feuer des Kamins geworfen und zugesehen wie sie verbrannt ist – gibt es immer ein Geschenk. Voll cool. Ich liebe Geschenke. Diese Geschenke kann man dann nutzen, um einen positiven Glaubenssatz zu formulieren, um den Körper mit einem guten Gefühl durchströmen zu lassen oder man kann sie teilen. Und wisst ihr was das Beste ist? Es funktioniert und zwar schnell. Wenn ich durch eine Emotion durchgehe, ist etwas zwischendurch meist sehr intensiv, aber danach kann ich fühlen, dass sich etwas gelöst hat und es geht mir viel besser als vorher. Auch, wenn es mir vorher nicht schlecht ging.

Nach der eigentlichen Gedankenreise konnte ich dann alles Gesehene mit der Seelenhaus-Beraterin besprechen. Sie hat mir dann geholfen, einige Bilder zu interpretieren, denn das fiel mir am Anfang noch schwer. Einige Bilder sind aber tatsächlich so glasklar, dass sie keiner Interpretation bedürfen. Ich war total überrascht, wie deutlich mir meine Seele bestimmte Antworten gibt, nach denen ich vorher sehr lange vergeblich im Außen gesucht hatte.

So viele Erkenntnisse

So viele Erkenntnisse…

nach diesem ersten Termin hatte ich schon so viele Erkenntnisse, die mir danach schlüssig vorkamen, die mir aber vorher absolut unbewusst waren. Ich habe so viel über mich erfahren, wie noch nie und das in so kurzer Zeit. Mit dieser Euphorie habe ich mich dann auch gleich für ein Basisseminar angemeldet, welches einige Wochen später stattfand. Hier werden die Meditationen in der Gruppe angeleitet und jeder macht seine ganz eigene Gedankenreise. Es geht um das Kennenlernen der Methode, um besonders wichtige Zimmer und was man dort tun kann. Das Ziel ist es, dass man danach daheim selbst in sein Seelenhaus gehen kann, wenn immer man merkt, dass es wieder etwas zu bearbeiten gibt. Das Seminar geht zwei Tage und ist wahnsinnig intensiv. Ich kann gar nicht mehr alles beschreiben, was dort passiert ist. Aber das ist vielleicht auch nicht wichtig. Besser ist es, das alles selbst zu fühlen.

Warum schreibe ich nun in der Überschrift zu diesem Post etwas von Magie? Für mich ist diese ganze Seelenhaus-Methode total magisch und ganz nebenbei schafft sie ein Bewusstsein, um die ganzen kleinen Momente der Magie im Alltag wahrzunehmen. Ich habe inzwischen noch zwei weitere Seminare besucht: das Aufbauseminar und „Lebensaufgabe und Bestimmung“. Beide Kurse waren fantastisch. Da der letzte Kurs noch nicht so lange her ist, habe ich ihn noch besonders gut in Erinnerung. Ich habe selten so eine Gruppendynamik erlebt und es hat sich bei allen Teilnehmern innerhalb dieser 5 Tage so viel getan, dass ich behaupten würde, es sind nun andere Menschen als vorher. Eigentlich nicht anders, sondern einfach die echte Version ihrer Selbst. Ich habe über mich unglaublich viel erfahren. Ich habe Bilder von meiner Seele gezeigt bekommen, die ich mit keinem Nachdenken hätte kreieren können. Ich war geschockt, überrascht und am Ende überglücklich.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Seelenhaus-Methode geholfen hat, die Antworten auf meine brennenden Fragen in mir selbst und nicht im Außen zu suchen. Denn wir tragen alles schon in uns. Alles ist da. Nichts fehlt. Ich musste nur lernen, mir dieser leisen, feinen Stimme in mir bewusst zu werden und sie zu hören, obwohl der laute Kopf gern dazwischen redet. So habe ich es geschafft Glaubenssätze aufzudecken und Blockaden zu lösen, um meinen ganz eigenen Weg, den Weg meiner Herzenswünsche, zu erkennen und gehen zu können. Ich bin so unendlich dankbar dafür, dass ich das gern mit euch teilen möchte. Und nein, ich werde nicht dafür bezahlt und dies ist keine Werbung – es ist nur mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht zur Magie des Seelenhauses.

 

 

Im Herz barfuss. Victoria Louca.

Es gibt immer wieder Begegnungen, Momente, Erlebnisse, Zitate und Bücher, die scheinbar zufällig in unser Leben treten und uns so berühren, dass wir uns, unser Leben oder Teile davon grundlegend ändern. Sie nehmen uns die Angst vor dem Unbekannten und wecken die Motivation, sich mit vollem Eifer in etwas Neues zu stürzen. Sie sind Inspiration, Motivation und Lebensfreude zugleich.

Victoria Louca, Yoga-Lehrerin, Bloggerin

Victoria Louca

Jivamukti Yoga-Lehrerin
Bloggerin auf www.im-herz-barfuss.de

Ich liebe Veränderungen. Ich liebe Zitate, Bücher und Videos zum Thema Veränderung, persönliche Weiterentwicklung und Bewusstsein. Ich lasse mich gern inspirieren und suche diese Inspirationen in jeder Situation meines Alltags. Ich reise gern, koche gern, tanze gern, bin gern draußen und bewege mich gern.

Ich habe ein paar erste Schritte auf der Reise zu mir selbst gemacht. Damit ihr euch ein besseres Bild von mir machen könnt, lasse ich euch an den Ergebnissen dieser Schritte teilhaben.

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