Kennst du deinen wahrhaftigen Raum?

Stell dir vor, du bist mit jedem Ereignis und jeder Situation deine Vergangenheit betreffend in Frieden. Du fühlst vollkommene Akzeptanz für all das, was sich in deinen Kindheitstagen abgespielt hat. Du hast allen Menschen vergeben, die dir Schmerz zugefügt haben. Du machst niemanden mehr für etwas verantwortlich, das irgendwann einmal geschehen ist oder gefehlt hat. Du hast alle Emotionen losgelassen, die dich an Menschen, bestimmte Situationen und Umstände binden. Du hast dich für den Frieden mit deiner Vergangenheit entschieden.

  • Was wäre dadurch entscheidend anders für dich?
  • Was würde dir jetzt möglich werden?
  • Was könntest du fühlen?
  • Welchen neuen Gedanken über das Leben, über Gott, könntest du dir erlauben?

Zugegeben, es ist eine große Sache tiefe Verletzungen und Wunden, die verwoben sind mit riesigem Schmerz, zu vergeben. Sowie Menschen, die uns diesen zugefügt haben von unserer Anklage zu befreien. Gleichzeitig ist es das Einzige, das uns den Frieden bringt.

 

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Zu vergeben heißt nicht etwas, das uns angetan wurde für richtig und gut zu befinden.

Vergeben heißt, unsere Anklagen und Vorwürfe fallen zu lassen.

Zu vergeben muss nicht heißen, etwas, das uns durch Dritte widerfahren ist für gut zu befinden. Vergebung heißt, wir wollen mit einem Ereignis und dem damit verbundenen Schmerz Frieden schließen. Vergeben heißt, wir sind bereit, unser anhaften an einen Menschen, eine Situation und Schmerz aufzulösen. Zu vergeben bedeutet, wir benutzen ein Ereignis unserer Vergangenheit nicht länger, um uns und andere dadurch anzugreifen. Vergeben bedeutet loszulassen und gleichzeitig zu akzeptieren, wie es war.

  • Was kann uns unterstützen, um vergeben zu können?
  • Was kann uns helfen, Vorwürfe, Anklage und Rache zu beenden? 

Mir persönlich hat es enorm geholfen zu fühlen und gleichzeitig zu verstehen, dass es für meine Eltern schlicht und ergreifend nicht möglich war, mir etwas zu geben, mit dem sie selbst nicht angefüllt waren. Das Bild von einem leeren Gefäß, mit dessen Inhalt ich den Durst meiner Seele stillen wollte, war so eine starke Metapher für mich. Durch dieses innere Bild ist mir ein Licht aufgegangen. Es hat mir die Möglichkeit gegeben, Mitgefühl für meine Eltern zu entwickeln. Ich konnte fühlen, dass es keine böswillige Absicht ihrerseits war, mir etwas vorzuenthalten, wonach sich meine Seele sehnte. Ihr inneres Gefäß war schlicht und ergreifend nicht angefüllt mit bedingungsloser Liebe. Sie konnten mir keine Liebe geben, wenn ich fehlte oder in ihren Augen versagte. Weil sie diese Erfahrung selbst nie gemacht haben. Das war der Grund, warum sie es mir nicht geben konnten. Sie haben ihre eigenen Konflikte und schmerzerfüllten Wunden der Vergangenheit nicht geklärt und geheilt.
Ich bin in sehr jungen Jahren Mama geworden. Sehr schnell war ich in meiner Beziehung zu meinem ersten Sohn mit der gleichen Situation, nur in einer anderen Rolle konfrontiert. Etwas, das mein Sohn von mir gebraucht hätte, konnte ich ihm nicht geben, weil ich emotional in unerfüllte Bedürfnisse meiner Seele verstrickt war.  

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Unsere ungeklärten Konflikte, geben wir an unsere Kinder weiter!

Ich war Teil eines wirkenden Familienmusters. Was mein Kind sich von mir wünschte, trug ich nicht in mir. Es stand mir nicht zur Verfügung. Deshalb war ich einerseits zu ungehalten, viel zu ungeduldig und streng. Andererseits zu nachgiebig, freizügig und zu wenig klar. Das verwirrt Kinder. Wenn wir sie auf der Basis unserer ungeklärten, unbewussten Themen begleiten.
Alles, was ich von meinem Sohn wollte, war, dass er funktionierte und Leistungen gemäß meinen Erwartungen erbringt. Ich wollte ein Vorzeigekind, an dem mein Umfeld sehen konnte, dass ich meine Sache wirklich gut mache. Das Muster meiner Ursprungsfamilie blühte: Liebe ist etwas, das du erhältst, wenn du gute Leistungen erbringst. Besondere Leistungen sind es dann, wenn sie von deinem Umfeld honoriert, anerkannt und bestätigt werden. 

Diffus nahm ich punktuell durchaus wahr, dass das nicht richtig ist, was ich mit meinem Sohn machte. Und es erzeugte auch Schuldgefühle in mir. Alles, was wir tun und aus seelischer Sicht nicht wahrhaftig ist, führt zu Schuldgefühlen. In gewisser Weise missbrauchte ich ihn für meine Zwecke. Ich gestand ihm seinen Weg nicht zu, sondern zwang ihm meinen auf. Die Schuld war es, die mich veranlasste, zu wenig klar und konsequent in meinem Umgehen mit ihm zu sein. Irgendwann, nachdem er mich mit so vielen Ausdrucksformen (Albträume, Nägelkauen, ständiges sich selbst verletzen) konfrontierte, wurde der Leidensdruck so groß, dass ich damit begann, mich mit mir und den darunter verborgenen Themen zu beschäftigen.
Daraus entwickelte sich eine völlig neue Dynamik. Auf dem Weg meiner Heilung durfte ich erkennen, dass wir alle destruktiven, wirkenden Muster unserer Ursprungsfamilie auf unsere Kinder übertragen. Diese Informationsmuster sind es, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Familienmuster entstehen in Situationen, in denen einzelne Mitglieder in die Falle tappen, die das Ego aufgestellt hat. Immer wenn ein Familienmitglied die Liebe der Angst opfert, bilden sich destruktive Muster. Daraus ergeben sich Auswirkungen auf das restliche System. Familienmuster wirken so lange, bis irgendjemand in der familiären Linie auftaucht, der willens und bereit ist, das sichtbar zu machen, was unsichtbar wirkt sowie das einzubringen und nachzuholen, was gefehlt hat.
Vielleicht fragst du dich, ob und warum das möglich ist, etwas im Nachhinein einbringen zu können, was zu irgendeinem Zeitpunkt in der Vergangenheit gefehlt hat.
Es ist deshalb möglich, weil es auf der Seelenebene keine Zeit gibt. Alles ist jetzt. Alle Energien aus der Vergangenheit wirken im Jetzt. Wir können Energien und Situationen, mit denen sie in Verbindung stehen, jederzeit aufrufen. Unter Anwendung kraftvoller Heilungsprinzipien (Vergebung, Verstehen, Entscheidung, Bereitschaft, Verbindung usw.) können wir die destruktiven Muster verändern und auflösen. Auf diese Weise kann und darf etwas neues geschehen.

Welche Familienmuster bist du gekommen, um sie zu heilen?

Alle Familienmitglieder haben ihre Zusammenkunft für dieses Leben und den betreffenden Rollen gewählt, um sich der wirkenden, destruktiven Muster bewusst zu werden. Unsere Eltern, Kinder und Partner sind uns nicht einfach so zugefallen. Auf der Ebene unserer Seele haben wir uns für sie entschieden.
Letztendlich repräsentiert unsere Familienstruktur den Bauplan unserer Seele. An unserer Familie und den Erfahrungen, die wir mit ihnen gemacht haben, können wir wirklich viel erkennen. Für was wir gekommen sind, um es zu heilen, zu vergeben und es zu lernen.
Auch unseren Partner ziehen wir auf der Grundlage unserer destruktiven Familienmuster an. Unser Partner bringt die Lektionen zum Vorschein, die wir an der Wurzel nicht geheilt haben. Mit ihm oder ihr wiederholen wir die Themen, die nicht gelöst sind.
In den Mustern unserer Ursprungsfamilie sind zudem viele Aspekte unserer Lebensaufgabe gespiegelt. Erlangen wir Bewusstsein für unseren seelischen Auftrag und fangen an, unsere Lebensaufgabe zu erfüllen, befreien wir unsere Ursprungsfamilie, Kinder, unsere Partner und uns selbst.
Vergebung, Läuterung und die Bereitschaft für Heilung, sowie unsere Erwartungen und Forderungen, unseren Eltern und Geschwistern gegenüber loszulassen, all das bringt den Frieden, nachdem sich unsere Seele sehnt. Das verleiht unserem Leben einen tiefen Sinn. Darüber entwickeln wir uns zu Menschen, die anderen Menschen wiederum in ihrem Lebensprozess unterstützen können.
Das, was ich hier beschreibe, ist mir in vielen Bereichen meines Lebens möglich geworden. Dafür habe ich viel investiert. In die Heilung meiner Familien- und Ahnenmuster, in die Beziehung zu meinem Partner und meinen Kindern.
Es hat sich gelohnt. Für meinen älteren Sohn, sein Leben und unsere Beziehung sind Wunder geschehen. Er geht seinen Weg und macht das, was er für richtig hält. Er fühlt sich zu nichts verpflichtet und das fühlt sich richtig an. Ruft er an oder besucht mich, weiß und fühle ich, dass es wahr ist und von Herzen kommt. Er hat den Mut, mich zu enttäuschen und mir nicht zu entsprechen. Dafür bin ich ihm zutiefst dankbar. Wir teilen unterschiedliche Meinungen und respektieren uns damit. Danach habe ich mich selbst ein Leben lang gesehnt. Meinen Eltern mit dem, was ich tue, nicht entsprechen zu müssen und trotzdem Liebe zu erfahren. Über den Weg meines Sohnes habe auch ich Heilung erfahren. Er ist mir nichts schuldig und ich ihm umgekehrt auch nicht. Wir können zusammen weinen und lachen. Das ist es, was ich angestrebt habe, das wollte ich für unsere Beziehung erreichen. Lektion gelernt, Ziel erreicht.

 

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Immer wenn wir unsere Fehler bereuen und um Verzeihung bitten, geschieht Großartiges!

Mir ist es gelungen, meine Forderungen, Erwartungen und Ansprüche an ihn loszulassen. Ich habe ihn gebeten, mir zu vergeben. Für all das, was er in seinen dunkelsten Stunden, in seinem Schmerz von mir gebraucht hätte und ich ihm nicht in der Lage war zu geben. Das ist mir nicht leicht gefallen. Wahrlich nicht. Doch es geht überhaupt nicht darum, dass uns alles immer leicht fällt. Es geht darum, dass wir uns überwinden, unsere Fehler zu bekennen und uns das eingestehen, was wir wirklich hätten besser machen können. Dort, wo wir uns selbst überwunden haben, dort wo wir bereuen und um Verzeihung bitten, geschieht Großes.
Ein zusätzliches Geschenk, das für mich daraus hervor ging, selbst ein Teil vieler destruktiver familiärer Verstrickungen gewesen zu sein, war für mich parallel dazu die Entdeckung und Entfaltung meiner Seelengaben.
Das ständige Suchen nach besseren Wegen und Möglichkeiten hat mir enorm viele Türen geöffnet. Darüber fanden tiefe, geistige Erkenntnisse für mich statt. Ich erfasste, dass wir in einer sehr besonderen Zeit leben.
Ich bin der Meinung, dass bisherige Herangehensweisen und Therapien nicht mehr ausreichen, weil sie der aktuellen Zeitqualität zu wenig entsprechen. Die Schwingung hat sich in den letzten Jahren enorm erhöht. Deshalb brauchen wir Werkzeuge, die energetisch, wirkende Prinzipien miteinbeziehen, wenn wir uns mit der Auflösung und Veränderung von destruktiven Mustern beschäftigen. Zudem ist es wichtig, unser Bewusstsein dafür zu erweitern, wer und was wir sind und welchen Auftrag unsere Seele erfüllen möchte.

                    Die Seelenhaus-Methode kombiniert mit einer neuen Form der Aufstellung!

Ein Durchbruch auf meiner Entdeckungsreise ist die Seelenhaus-Methode mit einer neuen Form der Aufstellung zu kombinieren. Das lässt noch effektivere und effizientere Ergebnisse zu.
Das Familiensystem betreffend macht es sehr schnell sichtbar, was unsichtbar wirkt. Aber auch andere Themen können wir im Rahmen einer Aufstellung ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Den Erfolg oder unsere Beziehung zu Geld, eine Krankheit oder unsere Partnerschaft. Im Grunde genommen alles, was wir verändern möchten.
Ich wende diese Form der Aufstellung im Rahmen von Einzelterminen und natürlich auch in Gruppen bzw. meinen Seminaren an.

Vor allem im Seminar „Frieden mit der Vergangenheit = Frieden mit der Gegenwart!“, wird uns diese Kombination der Seelenhaus-Methode mit der Zielaufstellung, (so benenne ich sie) sehr intensiv begleiten. In diesem Seminar wollen wir Verstrickungen, die noch als Familienmuster wirken, auflösen. Zusätzlich werden wir uns in diesen erkenntnisreichen Tagen mit den Ausdrucksformen von Kindern beschäftigen.
Ausdrucksformen beziehen sich auf ihr Verhalten, Spiel, auf ihre Tag- und Nachtträume, ihre Bewegung und Sprache und die Bilder, die sie malen.
Ausdrucksformen nutzen unsere Kinder, um das auszudrücken, was sich in sie eingedrückt hat. Jede Ausdrucksform eines Kindes besitzt einen seelischen Erzählwert. Das Nägelkauen eines Kindes erzählt zum Beispiel von seiner Empfindung, sich nicht durchsetzen zu können und der Verstrickung in einen Konflikt, in der aggressive Energie eine Rolle spielt.
Wenn wir die Botschaften von Kindern und ihren Ausdrucksformen entschlüsseln, erlangen wir ein tieferes Verständnis für ihre Seele. 
In diesem Seminar kannst du demnach sehr viel für die Beziehung zu deinen eigenen Kindern oder deinen Enkelkinder mitnehmen und zusätzlich, wenn du beruflich mit Kindern im näheren oder weiteren Sinne zusammen arbeitest. Einerseits erhältst du wertvolle, fachliche Informationen, andererseits erfährst du tiefgehende Momente, die deine Seele berühren und befreien. Hast du Fragen, dann melde dich gerne.

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Birgit Bernauer

Seelenhaus-Ausbilderin
Begründerin von www.seelenhaus-methode.eu

Im Laufe der Zeit habe ich mich von Ausbildungskonzepten gelöst und die Seelenhaus-Methode zu dem entwickelt, was sie heute ist. Einfach gesagt: Unser Leben ist ein permanenter Wandlungsprozess.

Ich freue mich über jeden, der die Freude an der Veränderung in sich trägt und bereit ist, sein Leben selbst zu bestimmen.

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